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Hans-Jürgen Jacob die Kurzgeschichte
Am Anfang war...
Ich wurde im Jahre 1961, in Dohna, geboren, was in der Nähe von Dresden liegt. Auch sollte ich, in späteren Jahren, noch zwei Brüder zur Gesellschaft bekommen. Schon in frühen Jahren zeigte ich technisches Interesse und elektrifizierte, bereits im Vorschulalter, die Puppenstube.
Meine Schulzeit
Wie jedes Kind bin ich erst mal ganz normal zur Schule gekommen. Dabei fielen mir alle logischen Fächer zu und bei den reinen lern Fächern hatte ich so meine Probleme. Ich war im Schachclub und habe es da auch bis zu dem Bezirksmeisterschaften geschafft, ebenso bei Mathematikolympiaden. Bei Physikolympiaden habe ich auf Kreisebene teilgenommen. Auch habe ich die Arbeitsgemeinschaften Flugmodellbau und Elektronik besucht. Der Flugmodellbau nimmt dabei eine besondere Rolle ein, da er von meinem Vater (der Flugzeugbau studiert hat) bis heute organisiert wird.
Meine erste Lehre
Nach der Schule habe ich eine Lehre als "Elektronikfacharbeiter mit Spezialisierung auf Industrieelektronik" absolviert. Gelernt habe ich bei "Messelektronik Otto Schön" in Dresden, ein Betrieb der zu DDR Zeiten nicht nur in der DDR ein Begriff war. Bestanden hab ich mit gut (ich hatte zur Prüfung kein FDJ-Hemd an). Zu der Zeit habe ich mich auch sehr für Utopische Literatur interessiert und irgendwie hatte man mich dazu überredet bei der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) eine vormilitärische Ausbildung als Kampftaucher zu machen.
Meine Armeezeit
Na ja, nach der Lehre bin ich erst mal im Zellstoffwerk in Pirna, als Wartungselektroniker, arbeiten gegangen. Gleichzeitig habe ich einen Studienantrag (war so zu DDR-Zeiten) gestellt. Ich wusste aus inoffiziellen Quellen, das das Militär mich entweder sofort ziehen musste oder mich während des Studiums nicht ziehen durfte (was inakzeptabel war). Ende von der Geschichte, da ich mich auch nicht unter Druck für eine längere Dienstzeit verpflichtet habe, wurde ich ins Strafbattalion nach Marienberg eingezogen.
Nach meiner Armeezeit
Nach meiner Armeezeit habe ich dann die Hochschulreife abgelegt. In dieser Zeit wurde ich auch das erste mal mit einem richtigen Mikroprozessor konfrontiert und habe mein erstes LED-Lauflicht in Assembler programmiert. Die Hochschulreife habe ich wieder mit gut abgeschlossen, ich könnt jetzt sagen, bei Jungs ist das nun mal so, aber es war auch immer ein Teil Faulheit dabei. An der Stelle könnte man jetzt sehr schnell anfangen zu philosophieren, also lassen wir das lieber. Dann habe ich angefangen zu studieren. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits zwei Jahre verheiratet und mein erstes Kind kam auf die Welt. Da das Geld knapp wurde bin ich arbeiten gegangen und habe das Studium als Fernstudium fortgesetzt. Das war so eine Sache zu DDR-Zeiten. Man arbeitete in einem Betrieb, der einen zum Studium delegieren musste und wurde ein oder zwei Tage pro Woche bezahlt zum Studium freigestellt, das dauerte dann etwas länger und nannte sich Fernstudium. Und so war ich beim Kraftwerksanlagenbau gelandet.
Meine Zeit beim Kraftwerksanlagenbau
Beim Kraftwerkanlagenbau hatte ich ein interessantes Arbeitgebiet. Ich arbeitete in einer Forschungsabteilung an der Sicherung unserer Konventionellen- und Kernkraftwerke und ein einigen militärischen Projekten. Zu dieser Zeit hatte ich dann beschlossen ein Haus zu bauen. Da dann Hausbau, Familie, Arbeit und Studium zusammen doch mehr als 24 Stunden am Tag in Anspruch nahmen, habe ich damals mein Studium abgebrochen, da es auch zum damaligen Zeitpunkt der Faktor war auf den man als erstes verzichten konnte. Mehr gibt's dann im ausführlichen Teil würde ich sagen.
Die Zeit zur Wende (also einig Deutschland)
Nach der Wende wusste ja keiner so richtig wie es weiter geht. Ich hab da zu DDR-Zeiten im Monat 700 Ostmark verdient, was da nicht so schlecht war. Na ja, mehr durch Zufall hat mir (und auch anderen) die VOBIS Mikrocomputer AG das Vierfache sofort geboten, so bin ich dort geblieben, habe nach einem Jahr eine Leitungsfunktion übernommen und dann auch richtig Kohle verdient. In dem Rahmen habe ich dann auch diverse Vertriebsschulungen mitgemacht und die Ausbilder Eignungsprüfung, damit ich dann auch Lehrlinge ausbilden durfte. Diese Tätigkeit habe ich dann 12 Jahre wahrgenommen. In diese Zeit fiel dann auch mein zweites Kind und später meine Scheidung. Ich habe dann auch meine jetzige Frau kennen gelernt und mein zweites Haus gebaut.
Das Ende bei VOBIS
Na ja, VOBIS ist Handel, die Öffnungszeiten wurden immer länger, die Umsätze immer weniger, die Kunden immer aggressiver. Ich bin 7 Uhr auf Arbeit gefahren und war 22 Uhr wieder zu hause und das 6 Tage die Woche (Sa nicht ganz so spät). Ich erörtere es noch mal in der langen Version. Kurz Rede, langer Sinn, erster Herzinfarkt, hab ich mir eine Auszeit gegönnt.
Auszeit
Ich hab dann noch mal eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung gemacht, zum Einen weil es Spaß gemacht hat, zum Anderen wollte ich mein nicht abgeschlossenes Studium je irgendwie noch ein bisschen zu Ende bringen, außerdem war es eine gute Gelegenheit mein Wissen wieder auf zu frischen und ich konnte mal für zwei Jahre dem Alltagsstress entfliehen.
Da nach
Ich hatte es mir danach leichter vorgestellt wieder Arbeit zu finden. Leider ist man ab 40 bei den Arbeitgebern abgeschrieben. Aber auch die werden ihre Fehler bald erkennen, aber dazu mehr an anderer Stelle. Über das Arbeitsamt und ein tolles Angebot bei Sauter, was sich später als Reinfall erwies, bin ich zum Einen noch zu einer Quallifizierung für Gebäuteleittechnik gekommen und zum Anderen zu einer Arbeitszeitfirma in der Metallverarbeitung. Da ich mir für nichts zu Schade bin, und auch dachte das vielleicht körperliche Arbeit ja auch gut für mein Herz (körperliche Fitness) ist, bin ich erstmal da geblieben, bis zu meinem zweiten Herzinfarkt. An dieser Stelle sei noch mal gesagt, Herzinfarkt ist nicht mehr so schlimm wie früher, man stirbt nicht mehr so schnell daran. In meinem weiteren Leben hoffe ich immer noch ein Ass im Ärmel zu haben, bis jetzt hat es immer geklappt, und wer jetzt noch mehr wissen will soll die lange Version lesen.
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