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Hobby Computer - Wie ich dazu kam.



Ich, Hans-Jürgen Jacob, hatte meinen ersten Kontakt zu Computern Anfang der 70er Jahre. Da hab ich einen "Spielcomputer" bekommen. Er bestand aus 10 Lampen, 10 Schaltern (mit sehr vielen Kontakten), einem Patchfeld, einer Flachbatterie und Schablonen zum Auflegen. Es war das erste mal, das ich das Wort Computer hörte, den Sinn habe ich nicht wirklich verstanden. Auf den Schablonen waren z.B. Fragen und Antworten und man konnte über die Verdrahtung ein Frage/Antwort spiel realisieren.



Ende 1982 habe ich dann den ersten Computer gesehen, wenn man mal vom Taschenrechner davor absieht. Es war mein erstes Jahr an der IHS-Mittweida. Wir waren 4 Jungs im Wohnheim in einem Zimmer und mein Bettnachbar, ein Berliner, hatte von seiner "Westverwandtschaft" den alten Homecomputer bekommen, weil die sich jetzt einen Richtigen zugelegt hatten. Das Ding bestand aus 2 DIL-Schaltern, einer für Adressen, der andere für Daten, 8 LED's, zwei Tastern (Reset, Datenübernahme), 256 Byte (kein Schreibfehler) RAM, 0 ROM einem 8Bit Mikroprozessor und der Stromversorgung. Dazu hatten wir noch 4 handgeschriebene A4 Seiten. Darauf war der Befehlssatz und drei Beispiele. Man konnte eine Adresse einstellen, die Daten dazu und mit einer Taste die Daten in den RAM schreiben. Mit dem betätigen von Reset konnte man das ganze dann Starten.



Im Kraftwerksanlagenbau durfte ich dann an ein Klein Rechner System (KRS) ran. Das war ein 16Bit Rechner der einen Raum von ca. 50 m² ausfüllte. Er war mit Lochbandleser, Lochbandstanzer, Drucker und Bedienschreibmaschine ausgerüstet. Zwei Trommelspeicher von je 100kB waren der externe Massenspeicher. Da hab ich mich dann in meine erste Hochsprache Fortran77 eingearbeitet.



Danach kamen dann Mitte der 80er die ersten U880 (Z80 Klone) Systeme auf und mir in die Finger. Ich bastelte meinen ersten eigenen Homecomputer auf Universalleiterplatte. Als Monitor ein Fernseher, selbst hergestellte Tastatur, ein selber geschriebenes Betriebssystem, ein eigener Assembler, ein frei nach Rolf Dieter Klein nachempfundener Basic Interpreter mit Integer Arithmetik. Aus CP/M portierte ich dann noch "großen" Basic Interpreter, einen Forth Compiler und einen Pascal Compiler.

Auf Arbeit hatten wir vorwiegend MC80, die hatten einen speziellen Basic Compiler. Durch die Möglichkeit an einem CP/M System zu arbeiten bin ich dann zu Turbo Pascal 3.0 gekommen, was eine Zeitlang meine Lieblings Programmiersprache war. Turbo Pascal habe ich dann auch noch unter MS-DOS bis zur Version 7 gemacht.



Heute nutze ich viele verschiedene Programmiersprachen, je dach dem was ich machen will und wie schnell es gehen soll. Ich bin kein Fan von Visual Basic, aber für kleine Windowsanwendungen bin ich damit am schnellsten oder dann Visual C++. Für die Auswertung von Textfiles benutze ich gern Python, eine mächtige Scriptsprache. Im Internet PHP, für Mikrocontroller auch gern Assembler, wenn ich Zeit habe sonst C (AVR-CPP) oder Bascom.





 

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(c) 26.04.2007